Samstag, 27. Februar 2010

Down Under - Willkommen im Kaenguru-Land

Hallo zusammen,

nach den ersten zwei stressigen Wochen hier in Sydney, hab ich heute ein bisschen Zeit gefunden um meinen Blog auf den neuesten Stand zu bringen. Meine letzten Wochen waren gepraegt von jeder Menge neuer Eindruecke, Erfahrungen und Erlebnissen. Aber alles der Reihe nach.

Wie ich euch ja schon das letzte Mal erzaehlt habe, hat mich meine abschliessende Reise durch Indonesien in den Norden der Insel Sulawesi gefuehrt. Im Gegensatz zum restlichen Indonesien mit 88% Muslime leben in Nord Sulawesi ueberwiegend Christen, vornehmlich Protestanten. Nach dem Flug in die Provinzhauptstadt Manado (Ausrichter der Weltozeanskonferenz 2009) habe ich mich gleich auf den Weg gemacht auf die Insel Bunaken. Dort habe ich einige ruhige Tage mit traumhaften Straenden, gutem Essen und ner Menge Entspannung verbracht.

Weiter gings dann auf dem Festland in das Minahasa Hochland. Das ist eines der fruchtbarsten Gegenden in Indonesien und bekannt fuer seinen Ackerbau. Dort hat es mich mal wieder auf einen noch aktiven Vulkan verschlagen, entlang von bizarren Seen, Wasserfaellen und 800 Jahre alten Grabsteinen. Nicht zu vergessen die kulinarischen Koestlichkeit der Region: Hund! Der wurde mir dann auch auf den Tisch serviert, wo ich ihn dankend ablehnte! :)



Nach 10 Tagen auf Sulawesi habe ich anschliessend noch einen kurzen Abstecher nach Singapur gemacht. Dort studiert grad ein Freund aus Karlsruhe, den ich bei dieser
Gelegenheit besucht habe. Den Spruch, dass Singapur das "Asien fuer Beginner" oder Asien Light" ist koennte ich sofort unterschreiben. Nach einem halben Jahr in Jakarta kam mir diese Stadt schon fast klinisch sauber vor. Man muss sich mal vorstellen, dass dort Kaugummis landesweit verboten sind von der Regierung per Gesetz. In ganz Singapur gibts keinen einzigen Kaugummi, damit die Strassen nicht verschmutzt werden koennen. Auch sonst kann man dort eigentlich vom Boden essen. Singapur ist eine absolut sehenswerte Stadt mit vielen beeindruckenden Hochhaeusern aber auch gemuetlichen Stadtteilen. Durch die multi-ethnische Bevoelkerung haben sich kleine Stadtteile gebildet, in denen sich Menschen der gleichen Herkunft versammeln und auch ihre Kultur, Essen, Kleidung,... mitgebracht haben. Ein Spaziergang durch Little India, Chinatown oder Arabic Street kann einem dann schon wie eine Reise durch verschiedene Laender vorkommen. Trotz all der Faszination war ich nicht ungluecklich Singapur nach 3 Tagen wieder zu verlassen. Diese Stadt hat einfach zu viele Regeln und Gesetze fuer mich. Ein totalitaeres Regime, welches die persoenliche Freiheit in vielen Bereichen des Lebens einschraenkt........nicht zuletzt beim Kaugummi kauen! Dafuer liebe ich viel zu sehr die ungezwungene Freiheit, welche ich in Indonesien oder Ecuador erfahren habe.




Am 13.Feb hiess es dann: DOWN UNDER, ICH KOMME!!!!


Und hier ging es dann auch gleich Schlag auf Schlag. Am Samstag morgen angekommen im Hostal, mittags nach Wohnungen im Internet gesucht, fuer Sonntag einen Besichtigungstermin ausgemacht und gleich zugeschnappt. Es gibt Studenten, die haben nach 2 Wochen immer nocht nichts gefunden....
Ich hab ein kleines, aber feines Zimmer in einem Appartment und wohne gemeinsam mit einem 73 jaehrigen Australier. Der ist richtig goldig und wir verstehen uns ausgezeichnet. Ausserdem wohnt noch eine Deutsche in der Wohnung, die gerade ihren Doktor in Sydney macht.
Nach der erfolgreichen Wohnungssuche hab ich dann in den letzten 2 Wochen noch ein Fahrrad auf einer Auktion ersteigert (sehr amuessante Erfahrung), die Surferstraende von Sydney unsicher gemacht und viele neue Freunde auf Orientierungs-Veranstaltungen der Uni kennengelernt. Meine Uni (University Technology of Sydney) hat auch ein Dauer-Abo auf den Preis fuer das haesslichste Hochhaus von Sydney. Sieht wirklich scheusslich aus von aussen. :)

Mehr ueber die Uni und mein Leben in Sydney gibts das naechste Mal. Gab heute viel zu erzaehlen und ich hoffe es war euch nicht zu lang!?

Liebe Gruesse von der anderen Seite der Erde
Cheers