Sonntag, 29. November 2009

Idul Adha - Halal

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Gudn Tag zusammen!

Nach einer Woche Pause gibts mal wieder Neuigkeiten von mir.

Letztes Wochenende bin ich mit einer Gruppe internationaler Praktikanten und Indonesiern an den Strand gefahren. Da konnte ich mir natürlich meine Premiere auf dem Surfboard nicht entgehen lassen. Nachdem es mich die ersten geschätzten 20 Mal gleich gleich auf die Nase gelegt hatte, bekam ich den Dreh raus. Eigenlob stinkt, aber fürs erste Mal auf dem Brett habe ich mich danach gar nicht so schlecht angestellt und hab ein paar gute Wellen mitgenommen! :)

Foto: Hochzeitsgesellschaft

Dieses Wochenende bin ich dann seit langem einmal wieder in Jakarta geblieben. Wieso? Weil mich meine Vermieterin zur Hochzeit ihrer Tochter eingeladen hat. Eine witzige Geschichte: die Tochter lebt in Deutschland und hatte bereits vor einigen Wochen in Deutschland einen Deutschen geheiratet. Jetzt mussten sie aber natürlich nach Indonesien kommen und vor der hiesigen christlichen Gemeinde ihr Ja-Wort wiederholen. Da aber die Familie des Bräutigam nicht mitgekommen ist, hat meine Vermieterin verzweifel eine deutsche "Ersatzfamilie" gesucht um vor den geladenen Gäste das Gesicht zu bewahren. Das war für mich natürlich eine tolle Chance eine lokale Hochzeit mitzuerleben. Ich muss sagen, soviel anders ist der christliche Hochzeit nicht.....bis auf das Musikalische. Da Indonesier von Haus aus Karakoe fanatisch sind beweisen sie ihre Sangeskraft auch in der Kirche. Hier wird mit vollster Emotion und Lautstärke gesungen und (teilweise im Gegensatz zu Deutschland :) sogar richtig. Zudem hatten 5 verschiedene Chöre ihren Auftritt und der Pfarrer hat bei seiner Predigt auch eher den Redestil eines engagierten Politiker gehabt. Alles in allem aber ein super Erlebnis und lecker Essen durfte natürlich auch nicht fehlen.


Und jetzt zur Überschrift: Idul Adha oder das Halal Schlachten. Vergangenen Freitag war in Indonesien einer der höchsten Feiertage. An diesem Tag wird Abraham gedacht, der seinen Sohn Isaak für Gott geopfert hätte. Schlussendlich "durfte" Abraham dann aber doch ein Lamm anstelle seines Sohnes opfern. Soweit die Geschichte. In Indonesien gleicht das Ganze einer Massenopfergabe. Alle Leute, die etwas Geld haben kaufen wahlweise eine Ziege, Schaaf oder gar eine ganze Kuh um sie zu opfern. Dabei wird (für unsere westliche Anschauung) dem Tier barbarisch die Kehle mit einem einfachen Messer aufgeschnitten (s.Video) um es ausbluten zu lassen. Es war schon etwas seltsam eine solche Opfergabe hautnah zu erleben. Und der Muezzin hat im Hintergrund immer seinen "Gesang" wiederholt....eine eigenartige Stimmung!

Wer nicht gerne ein Tier leiden sieht sollte sich das nachfolgende Video eher nicht anschauen.



Dann habe ich mir auch noch die größte Moschee Südost-Asiens, die viertgrößte der Welt angeschaut. Ist schon ein beeindruckndes Gebäude, aber von innen weniger interssant als ich sie mir vorgestellt habe. Aufallend waren im riesigen Gebetsraum die enorme digitale Uhr an zentraler Stelle und diverse große Flachbildschirme. Hätte ich nicht erwartet....



Soweit von hier. Ab morgen bin ich auf Dienstreise und nächste Woche erzähle ich euch mal ein bisschen was von meiner Arbeit.

Cheers!

1 Kommentar:

  1. Peter und Claudia Flötzer28. März 2010 um 03:59

    Hallo Peter,

    finde deine Berichterstattung echt toll. So können wir wenigstens verfolgen wo du dich gerade befindest.

    Viele liebe Grüße von der KHG, Claudia und Peter Flötzer.

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